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Wir über uns
Seit über 20 Jahren: der Kunstverein in Schorndorf. Seine unterschiedlichen Gesichter sind der Grund für seinen Charakter. Denn was ihn auszeichnet, ist die stolze Zahl von 40 Künstlermitgliedern und eine große Zahl von aktiven Mitgliedern und Interessenten. Wer die Ausstellungen, die Versteigerungen der Jahresgaben oder die monatlichen Kunstvereinsstammtische besucht, kennt diese Menschen schon. Wer nicht, kann hier erste Eindrücke sammeln.
Aktuell
Der Kunstverein hat momentan 94 Mitglieder, davon 47 Künstler-Mitglieder.
Dieser Vorstand wurde am 19.10.2009 gewählt: Anna Eiber, Bertold Becker, Hardy Langer und Ulrich Kost Annette Dresemann (Schriftführerin) In die Ausstellungs-Kommission wurden gewählt: Ebba Kaynak, Eva Schwanitz, Christoph Traub, Gez Zirkelbach und Hardy Zürn
Wir freuen uns über neue Gesichter!
Der Kunstverein Schorndorf sieht sich als Schnittstelle arrivierter und nicht arrivierter Kunst. Neben Künstlern der Region, die in der Kunstvereinsgalerie ihre Plattform gefunden haben, stellten auch Kollegen aus Mannheim, Karlsruhe, Hamburg, Berlin, aus Italien, England und den USA aus. Bei den Medien sind keine Grenzen gesetzt – neben Malerei, Grafik und Bildhauerei gibt es Installation, Fotografie, Video, Multivision, Performance, Tanz und experimentelle Musik. Begleitende Vorträge sind immer gut besucht.
Im Jahre 2002 wurde der Schorndorfer Kunstverein in den Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine aufgenommen – ein weiterer Schritt, sich mit anderen Kunstvereinen auszutauschen. Auch das gehört zu den vermittelnden Aufgaben eines Kunstvereins. Dies kommt insgesamt dem Schorndorfer Kulturleben zugute wie auch speziell den Schorndorfer Künstlerinnen und Künstlern, die dadurch eine bessere Möglichkeit haben, sich breitgefächert zu informieren, Projekte zu entwickeln oder auch in der Auseinandersetzung produktive Reibung zu erzeugen.
Über die Jahre hat sich im Daimler-städtischen Kulturleben eine konstante Gemeinschaft von Kunstschaffenden und Kunstinteressierten gebildet, die in konstruktiver Atmosphäre miteinander Austausch pflegt und aktiv künstlerische Projekte entwickelt. Dass die Reihe der Künstlermitglieder inzwischen weit über das Remstal hinausreicht, mag deshalb kaum verwundern.
Das ist eine Grundlage, auf der man gerne in die Zukunft blicken kann.
Ein Blick zurück
Jung ist die Geschichte dieses Kunstvereins, doch reich an Erfahrung beim Gang durch Höhen und Tiefen. Im Jahre 1987 von Horst Miller zur Welt gebracht, drohte dem Verein schon nach wenigen Monaten der Kollaps durch den Rücktritt des Vorsitzenden Miller. Doch diese Krise stellte auch früh die Weichen zu einer vorwiegend von Kunstschaffenden geprägten Struktur: denn die vielen Schorndorfer Künstlerinnen und Künstler waren es unter dem neuen Vorsitzenden Thomas Jeschke, die in die Bresche sprangen, um den nun einmal bestehenden Verein nicht in der Wüste des Pietismus auszusetzen. Stattdessen lehrten sie ihn das Laufen. Das musste er auch schnell beherrschen...
Schon kurz darauf fand in einer alten Fabrikhalle der 1. Schorndorfer Herbstsalon statt. Der Ablauf dieser ersten gemeinsamen Ausstellung war an Dramatik und Turbulenz kaum zu überbieten. Damals wie heute war es dabei den Ausstellern ein großes Anliegen, die Projekte neu für diesen Rahmen zu entwickeln. Und mancher sonst malende Mensch wurde dabei zum Objekte machenden, denn der Raum hatte keine bildertauglichen Wände.
Fast zeitgleich mit dem Kunstverein entstand 1987 das Kulturforum und veranstaltete zum Einstand gleich ein umfangreiches Bildhauersymposium in der Stadt. Von 1988 bis 1989 stellten Cornelia und Roland Schemel dem Verein die „Galerie in der Mühle“ für fünf Ausstellungen zur Verfügung.
1989 fand der Verein in den Räumen der alten Manufaktur in der Gmünder Straße eine Bleibe. Dort wurde die erste Kunstvereins-galerie von den Mitgliedern buchstäblich aus dem Boden gestampft, die Galerie Kunstlicht. Zufall oder Vorherbestimmung – die erste Ausstellung dort war der Fotografie gewidmet. Dieses Medium war in den 80er Jahren als Kunstform noch ungewohnt, was sich inzwischen grundlegend geändert hat. Und heute ist gerade die Fotografie ein Themenschwerpunkt im Schorndorfer Kunstverein. Viele bemerkenswerte Ausstellungen folgten der ersten. Der 2. Schorndorfer Herbstsalon folgte schon 1989. In dessen Verlauf gab es wegen einer Performance von Peter Zorn reichlich Wirbel.
1993 wurde die alte Manufaktur abgerissen, um Platz für eine Wohnanlage zu schaffen. Dem Abbruch fiel nicht nur der legendäre Keller des Club Manufaktur zum Opfer sondern auch die Galerie Kunstlicht und 14 Künstlerateliers. Der Kunstverein war also 1992 wieder ohne feste Bleibe.
Mit Gerhard Zirkelbach, der den Vorsitz 1994 übernommen hatte, entwickelten sich neue Perspektiven für den Kunstverein. 1995 fand in einem Abbruchhaus die Gemeinschafts-ausstellung Stuttgarter Straße 28 statt. Die ausgestellten Arbeiten reagierten gezielt auf die vorgefundenen Räume. Zeitgleich erhielt der Kunstverein-dank der Firma Michel- einen neuen Raum im ehemaligen Hahn&Kolb Gebäude in der Vorstadtstraße. Produktivkräfte konnten im neuen Rahmen endlich sinnvoller gebündelt werden. Das machte sich bald schon positiv bemerkbar: In der folgenden Zeit verdreifachte sich die Zahl der Mitglieder. Der neue Vorstand, mit Rüdiger Penzkofer als 1.Vorsitzenden seit 1996, passte die Vereinsstruktur dem größeren Wirkungskreis an. Sponsoren (die Firmen Alphacam, Gabler, Michel, Weidner und Leibbrand) wurden gefunden, die dem Verein, der nicht öffentlich bezuschusst wurde, hilfreich unter die Arme griffen. Sechs bis acht Ausstellungen im Jahr können nun stattfinden, darunter auch thematische Gruppenausstellungen.
Zum Zehnjährigen (1997) wurde mit der Ausstellung 15 Pfeiler–15 Künstler gezeigt, was man allein aus den tragenden Elementen des Galerieraumes alles machen kann. Und zum fünfzehnjährigen Geburtstag führte ein künstlerischer Stafettenlauf zum Thema Überschreitungen rings an der Wand lang.
Fäden wurden gesponnen zu anderen lokalen Kulturträgern. Stipendiaten der Adamas-Stiftung verknüpften Bild und Wort (Krzystof Jarzebinski/Michael Speier). Parallel zu den Trickfilmtagen des Kinos Kleine Fluchten wurden zeichnerische Vorlagen zu russischen Animationsfilmen gezeigt (Alexej Karaev). Und während des zweiten Schorndorfer Bildhauersymposions (vom Kulturforum organisiert) präsentierte der Kunstverein die Zeichnungen der Akteure. Zum fünfjährigen Jubiläum der Firma Alphacam fand in deren Geschäftsräumen eine Ausstellung der Künstler des Schorndorfer Kunstvereins statt. Höhepunkt dieser Veranstaltung war die Verleihung eines Kunstpreises. Die Ausstellung der Jahresgaben und ihre Versteigerung wurde 2002 in die Räume der Kreissparkasse WN in Schorndorf verlegt.
Seit 2004 finden die Ausstellungen in den neu gestalteten Räumen der ehemaligen Eisenmöbelfabrik Arnold statt. Im Wechsel mit dem Kulturforum Schorndorf wird der Galerieraum der Museen für Kunst und Technik bespielt. Die organisatorischen Aufgaben wuchsen mit den Ansprüchen. Hardy Zürn löste Annette Dresemann als 1. Vorsitzender ab. Neben dem Vorstand übernimmt der neu gegründete Verwaltungs-rat und die Austelungskommission die organisatorischen Aufaben.
Die Fortsetzung folgt bald.
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| | |  |  | Kunstverein Schorndorf e.V. | info@Kunstverein-Schorndorf.de |  |
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